Charles und Ray Eames im Porträt

19.01.2016 - 16:06 Uhr Eames

Kein anderes Paar prägte das Design im 20. Jahrhundert so nachhaltig wie Charles und Ray Eames, das verdeutlicht jetzt bis zum 14. Februar eine große Werkschau im Londoner Barbican Center. Doch um sich von der Schaffenskraft des Designer-Paars ein Bild zu machen, müssen Sie nicht erst in die englische Metropole fahren. Eames-Klassiker können Sie auch bei Schumacher in Oldenburg erleben.

Charles und Ray Eames haben Geschichte geschrieben: Ohne sie wäre die Designwelt um einige ikonische Stücke ärmer. So fehlte zum Beispiel der Lounge Chair von 1956 mit seiner Palisanderschale und seinen komfortablen Lederpolstern. Auch auf den Side Chair von 1950 müsste die Welt verzichten. Schwer vorzustellen, ist er doch bis heute aus Schulen, Hochschulen, Flughäfen, Fußballstadien und privaten Wohnungen kaum mehr wegzudenken.

Die Londoner Ausstellung widmet sich dem Wirkprinzip von Eames. Sie veranschaulicht, wie das Paar sich von bekannten Statiken und steifer Repräsentation löste und einem Komfort ohne Zwänge zuwandte. Denn für die Eames stand fest: Der Mensch ist wichtiger als die Gestaltungsregel. Und jede Veränderung in diesem Sinne war ihnen recht. Charles und Ray Eames entwarfen Ausstellungen für zahlreiche Museen, arbeiteten für die US-amerikanische Regierung und wegweisende Unternehmen wie Polaroid und IBM. Für die Computerfirma entwickelte Charles Eames mit Architekt Eero Saarinen den gesamten Auftritt für die Expo 1964 in New York.

Das Designer-Paar suchte stets schwierige Sachverhalte möglichst einfach zu lösen. Und das ist wohl auch der Grund, weshalb viele ihrer Konzepte immer noch problemlos funktionieren und ihren jugendlichen Charme bewahrt haben. Das mag auch Pop-Diva Beyoncé dazu bewogen haben, sich in ihrem Musikclip „Countdown“ in einer Kulisse mit Eames-Stühlen zu rekeln.

Überzeugen Sie sich von der Zeitlosigkeit dieses Klassikers, bei einem Besuch unserer Ausstellung in Oldenburg-Etzhorn.

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